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Vorsorge für die eigene Zukunft mit einer Pflegetagegeldversicherung

Zum Handwerk in Deutschland zählen laut Zentralverband des Deutschen Handwerks rund eine Million Betriebe mit circa 5,62 Millionen Menschen und etwa 363.000 Auszubildenden. 13 Prozent aller Erwerbstätigen und sogar 28 Prozent aller Lehrlinge hierzulande sind im Handwerk tätig. Rund 650 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaften die Beschäftigten jährlich. Doch die Arbeitsbedingungen im Handwerk sind oft schwerer als in anderen Berufen. Zwar hängen die jeweiligen Belastungen stark vom Gewerk ab, aber insgesamt lässt sich sagen, dass der körperliche Anspruch in der Regel höher ist. Langes Stehen, schweres Heben, bei Wind und Wetter draußen arbeiten. Das führt oft zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie Knie- oder Rückenproblemen.

Steigende Lebenserwartung sorgt für mehr Pflegefälle

Das Risiko für schwerere Erkrankungen ist also bei körperlich arbeitenden Menschen höher als bei anderen. Daher ist es für Angehörige dieser Berufsgruppen nicht unwahrscheinlich, dass sie einmal pflegerische Unterstützung benötigen werden. Zumal auch die Lebenserwartung insgesamt steigt. Zudem zeigt die Statistik, dass jeder zweite Mann und zwei von drei Frauen im Laufe ihres Lebens pflegebedürftig werden. Die Leistungen aus der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung reichen allerdings meist nicht aus, um alle Kosten zu decken. Für den Pflegegrad 1 gibt es in der vollstationären Pflege 125 Euro und beim Pflegegrad 5 2.005 Euro. Dazu gehören neben den monatlichen Belastungen zum Beispiel auch Umbauten im Haus oder der Wohnung, um die Pflege in den eigenen vier Wänden zu realisieren. Hierfür stehen in jedem Pflegegrad 4.000 Euro zur Verfügung. Obwohl die Beiträge zur Pflegepflichtversicherung regelmäßig steigen, informieren gleichzeitig die Sozialverbände immer wieder, wie teuer Pflegeheime und damit die Eigenanteile für die Pflegebedürftigen mittlerweile sind. Je nach Bundesland liegen diese eigenen Kosten im Jahr 2022 zwischen rund 2.500 (Baden-Württemberg) und 1.800 Euro (Thüringen). Der bundesweite Durchschnitt beträgt rund 2.180 Euro.

Kosten für das Pflegeheim und bei ambulanter Pflege hoch

Selbst die Kosten für ambulante Pflegedienste werden nicht komplett durch die Pflegesachleistungen der Pflegeversicherung gedeckt. Im Pflegegrad 1 bekommt der Pflegebedürftige keine finanzielle Unterstützung, auch wenn bereits ein ambulanter Pflegedienst hier notwendig wird. Der sogenannte Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro steht allerdings auch Personen im ersten Pflegegrad zu. Ein Eigenanteil von bis zu ein paar hundert Euro, je nach Pflegegrad, sollte daher eingeplant werden. Private Pflegezusatzversicherungen können diese Lücke schließen. Dabei stehen drei Produkte zur Auswahl, die sich in den Leistungen, der Flexibilität und den Kosten unterscheiden: die Pflegetagegeldversicherung, die Pflegekostenversicherung und die Pflegerentenversicherung.

Die häufigste Zusatzversicherung: die Pflegetagegeldversicherung

Die Pflegetagegeldversicherung als reine Risikoversicherung wird von privaten Krankenversicherern angeboten und gilt dabei als die am häufigsten gewählte Versicherung. Der Versicherte bekommt im Pflegefall das vereinbarte Tagegeld, das meist auf 200 Euro pro Tag begrenzt ist. Hier stehen flexible und statische Tarife zur Wahl sowie ein geförderter, der „Pflege-Bahr“-Tarif. Wichtig zu wissen: Den vollen Tagessatz gibt es in der Regel erst im Pflegegrad 5. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass der Leistungsanspruch auch bei der ambulanten Pflege zuhause gilt. Zu den Leistungen der Pflegetagegeldversicherung gehört in der Regel ein sofortiger, weltweiter Versicherungsschutz ohne Wartezeiten. Bei der stationären Pflege sind die Leistungen oft höher. Auch bei einer vorübergehenden Pflegebedürftigkeit können Leistungen beansprucht werden, und es gibt Optionsrechte zur Erhöhung des Versicherungsschutzes.

Gesundheitsfragen und Beitragsbefreiung

Ferner kann eine Dynamik, also eine regelmäßige Steigerung der Beiträge zum Ausgleich der Inflation, vereinbart werden. Diese dynamische Erhöhung der Beiträge gilt auch, wenn die Pflegebedürftigkeit bereits eingetreten ist. Daher sollte das bei der möglichen Höhe der Versicherungsbeiträge ebenfalls eingeplant werden. Denn eine Beitragsbefreiung im Pflegefall muss im Tarif vorgesehen sein. Außerdem müssen bei den meisten Pflegezusatzversicherungen Gesundheitsfragen beantwortet werden. Hier kann es, wie bei Kranken- oder Berufsunfähigkeitsversicherungen, zu Leistungsausschlüssen oder Zuschlägen für die jeweilige Vorerkrankung kommen.